Tuesday, January 31, 2006

Curling - oder - Wenn die Männer zum Schrubber greifen

Die Québecer tun ja einiges, um sich die 5 Monate Winter hier schönzureden. Eine Sache darunter ist Curling - oder Eisstockschiessen, wie man in Deutschland auch sagt.
Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich immer ein bisschen grinsen musste, wann man im Fernsehen den Curlern dabei zugeschaut hat, wie sie wie irr vor der Granitkugel rumgeschrubbt haben. Aber wir sind ja offen für alles Neue und nahmen daher gerne die Einladung von Rémy zu einer Einführung ins Curling an.
So traf sich also letzten Samstag ein lustiges Grüppchen aus alt und jung verschiedenster Nationalitäten, um sich dieser uns doch recht fremden Sportart anzunähern.
Die ersten Versuche, kniend mit dem Stein nach vorne zu gleiten, erwiesen sich als ziemlich wackelig. Gar nicht so einfach, das Gleichgewicht zu finden - und zu halten!
Nach ein paar Probestössen, formten wir 2 Teams aus jeweils 4 Personen und begannen zu spielen. Das Prinzip ist ein bisschen wie Bocchia nur ohne Schweinchen. Man versucht, den Stein so gut wie möglich in die Mitte des Kreises zu platzieren. Und dann darf man hoffen, dass er nicht von einem gegnerischen Stein wieder rausgekickt wird.
Es wurde richtig gut und hat viel Spass gemacht, vor allem, da mein gelbes Team am Ende gewonnen hat.
Dies hatte allerdings zur Folge, dass ich meine Gegenspielerin danach einladen musste, denn beim Curling gilt: wer gewinnt, gibt dem Verlierer einen aus!
Vielleicht sollte ich mich beim nächsten Mal nicht so ins Zeug legen :)

Sunday, January 22, 2006

Sushi für Anfänger

Gestern haben wir Martins Geburtstagsgeschenk eingelöst und einen Sushi-Kurs besucht.
Morgens haben wir in froher Runde über Fischvergiftungen und andere leckere Themen diskutiert, bevor wir uns an das Kreieren der Nigiri gemacht haben. Diese vielen leider etwas matschig aus, da der gemeine Québecer von Mathe ungefähr soviel Ahnung hat wie ich, und sich daher beim hochrechnen der Reis und Wassermengen ein kleiner Fehler eingeschlichen hat... Naja, es sah trotz allem hübsch aus und der Hunger trieb's rein.
Nachmittags ging es dann weiter mit der Herstellung der Maki (die lustig bunten Röllchen!). Die fielen zwar auch bei dem einen oder anderen dicker oder dünner aus, aber wie man sieht, war das Ergebnis nicht schlecht und verdammt lecker!!

Monday, January 02, 2006

Snowshoeing im Parc de la Jacques Cartier


Heute habe ich ein neue kanadische Spezialität kennengelernt! Und diesmal war es nichtmal was Essbares... Sondern: snow shoeing
Ist wie wandern, nur im Schnee und mit Tennisschlägern unter den Füssen. Wir sind in den Park gefahren, in dem wir im Sommer unser Kanu-Camping gemacht haben. Im Winter gibt es dort snow shoeing Wege und Langlaufpisten.
Das Wetter war traumhaft schön und mit -15 Grad auch nicht zu kalt. Martin packte also seine weissen Army-Yeti-Stiefel und Schneeschuhe ein, ich lieh mir ein paar Schneeschuhe im Park und los ging's durch den Wald.
Mein Foto-Posing ging im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose, denn beim Aufstehen bekam ich eine volle Ladung Schnee in dieselbige...



War ein toller und spassiger Nachmittag!

Und wenn man nach so einer Wanderung nach Hause kommt, hat man sich seine heisse Schoki mit Baileys auch so richtig verdient!

Post! ...oder auch nicht

Falls ich euch noch nicht für eure Weihnachtspost gedankt habe, mag das daran liegen, dass wir immer noch auf Post warte. Auch der Adventskalender von klein Lukas ist noch nicht angekommen... Naja, dann können wir immerhin alle Türchen auf einmal aufmachen, wenn's denn mal soweit sein sollte.
Es ist ja nicht so, als ob die Post im falschen Flieger oder auf dem falschen Schiff gelandet ist, sonder wahrscheinlich schon hier in St-Émile auf
dem Postamt liegt. Unser Briefträger hat da nur ein kleines Problem:

Der Schneepflug schiebt immer eine ziemlich grosse Schneebank genau vor den Briefkasten, und da der Postler sich seine Füsslein nicht schmutzig machen will, gibt's halt für uns mal ein paar Tage keine Post, bis sich der Mann mit dem Snowblower erbarmt und ein Loch fräst...

Die Krippe!

Trotz des ganzen Weihnachtsstresses... oder gerade deswegen, möchte ich doch noch mal kurz auf unsere Lebkuchen-Marzipankrippe hinweisen, die Martin und ich mit viel Liebe, Mühe... und letztendlich einem verrenkten Magen selbt fabriziert haben!!
Da man ja heutzutage dazu tendiert, einen Haufen Weihnachtsschmuck zu kaufen und dann immer die Probleme mit der jährlichen Lagerung hat, haben wir - auf unsere Vernunft und unseren Magen hörend - beschlossen eine essbare Krippe zu haben. Schokolade wäre natürlich unsere erste Wahl gewesen, aber so rein technisch eher schwierig herzustellen und ausserdem mit der Verwandtschaftsinvasion sicher nicht so langlebig...
Daher Lebkuchen und Marzipan - macht auch schön Sauerei beim Zusammenkneten, vor allem mit der Lebensmittelfarbe!
Das Dumme.... oder vielleicht auch das Gute daran - nächstes Jahr müssen wir eine neue machen.