
Heute ist Donnerstag, der 29. Dezember und ehrlich gesagt, bin ich fast froh, dass ich wieder in meinen Büro sitzen darf.
Ich habe mein erstes Weihnachten in der Fremde mehr oder weniger heil überstanden.
Da Martin und ich ja nicht nur Haus und Hof teilen, sondern auch mit Viren und Bakterien sehr grosszügig sind, hatte ich natürlich ruckzuck Martins Erkältung am und im Hals. Husten, Schnupfen, Heiserkeit machen die Weihnachtsvorbereitungen für die Invasion der Verwandtschaft nicht wirklich einfacher. Martin verabreichte mir leckeres Wick MediNait (gibt es hier mit Kirsch-Geschmack!), was zur Folge hatte, dass ich Freitag meinen letzten Arbeitstag in ziemlich betütteltem Zustand verbrachte.
Samstag durfte ich zwar ein bisschen ausschlafen, aber dann war wieder Schnee schippen angesagt.
Nachmittags kamen Heiko, Isabelle und klein Lukas an.
Wir merkten ziemlich schnell, dass unser Haus nicht wirklich kindersicher war, denn ruckzuck hatte Lukas unsere Fernbedienungen, Telefonkabel und Tannenbaumanhänger fest im Griff!
Sonntag war dann der Tag der Invasion Quebecoise. Schwiemu mit Freund und Martins Schwester Lynne mit Mann und 3 Monsterns zwischen 4 und 8.
Mit Glühwein, Truthahn, Eggnogg und Linzertorte war dann Highlife bis 11 Uhr abends. Doch damit war es noch nicht getan, denn sie kamen alle am nächsten Morgen zurück zum Frühstück. Allerdings nich um 7:30 Uhr wie angekündigt, sondern erst um 9:30 Uhr... was andererseits sehr praktisch war, denn dies gab Martin und mir 2 Stunden Zeit, unsere komplett eingeschneite Einfahrt wieder freizuschaufeln.Mittags reiste dann der Grossteil wieder ab, und wir
konnten mit der Beseitigung des Chaos beginnen. Heiko und Isabelle blieben noch bis zum nächsten Morgen, da die Wetterbedingungen mit starkem Schneefall und 90km Windgeschwindigkeit nicht gerade zu einer 6stündigen Autofahrt animierten.
Dienstag, der 27. war Martins Geburtstag, aber nachdem auch die letzten Gäste um 10 Uhr abgereist waren, waren wir beide zu fertig für irgendwelche Feierlichkeiten.
Wir haben daher als Belohnung für den ganzen Stress unsere Hochzeitsreise gebucht. Eine Woche Bahamas ohne kochen, putzen, aufräumen... und vor allem - ohne Verwandtschaft!














