Thursday, December 21, 2006

Frohes Fest!

Weihnachten – endlich! …oder – schon wieder???

And so this is Christmas, and what have we done? Irgendwie isses ja wie immer, Weihnachten kommt immer so plötzlich. Obwohl mir ehrlich gesagt die letzten Wochen wie eine Ewigkeit vorkamen. Denn diesmal bin ich wirklich urlaubsreif. Und im Gegensatz zum letzten Jahr bin ich a) noch nicht krank (toi toi toi) und b) darf ich mich dieses Jahr an Weihnachten bedienen lassen! Ich kann es kaum glauben, dass dies schon das 2. Weihnachten hier in Canada ist. So gesehen, geht dann die Zeit doch wieder schnell vorbei. Es war ein ereignisreiches Jahr, wie einige von euch ja hautnah miterlebt haben. Aber das neue Jahr wirft schon seine Schatten voraus und verspricht, noch um einiges aufregender zu werden.

Wir hatten hier auch schon ganz schön viel Schnee, der
aber in den letzten zwei Wochen fast vollständig weggeschmolzen ist. Globale Erwärmung – nicht nur in Europa. Aber vorhin hat’s mal wieder geflöckelt, und Québec hat sogar noch Chancen auf richtig weisse Weihnachten. Ein bisschen mehr Schnee wäre schon schön, vor allem da ich so das dumpfe Gefühl habe, dass für mich ein paar Schneeschuhe unter dem Weihnachtsbaum warten.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich schon mal ganz herzlich für die liebe Weihnachtsgrüsse bedanken, die hier schon zahlreich und pünktlich eingetroffen sind. Wir werden uns mit Neujahrskarten bedanken, da wir für die Weihnachtskarten etwas spät dran waren. Irgendwie bleibt nach 2 Jobs, einem Haus und dem sonstigen Tageswerk am Ende der Woche kaum mehr Zeit für anderes... Zum Glück haben wir keinen Hund – dann kämen wir ja zu gar nix mehr!

Wir werden hier Weihnachten 2x feiern. Am 24. hier in Québec nach deutscher Tradition und am 25. in Granby, bei Martin’s Mutter mit Truthahn und allem Pipapo.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Tuesday, December 05, 2006

Es weihnachtet sehr!


Nachdem am Freitag pünktlich zum 1. Dezember der erste Schneesturm kam, kommt jetzt doch langsam so richtige Weihnachtsstimmung auf. Obwohl viele unserer Nachbarn schon am 1. November die Halloween-Deko runter und die Weihnachts-Deko rauf gemacht haben, haben wir brav bis Dezember gewartet. Aber jetzt erstrahlt auch unser Haus des nachts in festlichem Licht.

Thursday, November 02, 2006

Happy Halloween




Der erste Schnee

Samstag, der 28. Oktober, 9 Uhr morgens. Martin lehnt sich aus dem Bett, um aus dem Fenster zu schauen, und macht den Vorhang ganz schnell wieder zu. "Das willst du nicht sehen!" Klar will ich, und ziehe den Vorhang auf. Schneesturm! Aber so richtig! Das ganze Wochenende war es extrem eklig. Der Schnee wurde dann im laufe des Tages zu Regen und über Nacht wieder zu Schnee. Es stürmte wie wild. Perfektes Wetter für ein Couch-Wochenende! Inzwischen ist der Schnee wieder weg, aber lange wird es nicht mehr dauern, bis er liegen bleibt...

Ein Zelt!

Jaja, hier in Québec zelten nicht nur Menschen und Hunde, sonder im Winter sogar die Autos. Da wir den letzten Winter ja permanent mit Schneeschippen beschäftigt waren, bestand ich darauf, dass es diesen Winter entweder einen Schneeräumdienst oder ein Zelt gibt. Ja, ich weiss, diese Zelte sind nicht gerade schmückend, aber erstens hat fast jeder in der Nachbarschaft eins, und zweitens besser als schlechte Laune und ein kaputter Rücken! Und da steht es nun. Mühsam aufgebaut. Noch ist die Plane nicht drauf, aber wir üben schon heftig rückwärts einparken!

Endlich Urlaub!

Ruckzuck war der Sommer vorbei, und schon nahte das Ende des September und damit dann auch unser lang ersehnter "trip to Europe". Da mein Chef meinen Urlaub irgendwie verdrängt hatte, fiel er aus allen Wolken, als er erfuhr, dass ich am Wochenende fliegen werde (Weihnachten kommt ja auch immer so plötzlich!) und schüttete mich während der letzten Woche nochmal so richtig mit Arbeit zu. Urlaub will ja schliesslich auch verdient sein! Daher war ich ganz froh, dass wir erst Samstag abend abflogen, denn so konnte ich Samstag wenigstens noch packen. Auf dem Flug nach London stellte ich schnell fest, dass ich seit 1 1/2 Jahren kein Vielflieger mehr war, denn der Flug schien endlos und unbequem. So waren wir beide ziemlich zermatscht und quengelig, als wir endlich aus Heathrow rauskamen. But things can only get better ... oder schlimmer. Das Hotel war das schlimmste, was ich je erlebt habe. Wenn eine Person drin war, war voll! Die Dusche spuckte nur brühend heisses Wasser aus, die Klospülung funktionierte nur mit viel gutem Zureden, und das Fenster liess sich auch nicht schliessen. Nach längerem Hin und Her mit einer zugeben hübschen aber struntzdummen italienischen Rezeptionistin wurde dann die Dusche zumindest halbwegs repariert.
Aber frisch und frei nach dem Motto "Alles was nicht tötet, härtet ab!", machten wir trotzdem das Beste aus unseren 3 Tagen London. Das Wetter war für englische Verhältnisse recht gut, und so absolvierten wir das Touristenprogramm (für Martin das erste Mal). Buckingham Palace, Parliament Buildings, Big Ben, Westminster Abbey (allerdings nur von aussen, da uns die lange Schlange und die 10 Pfund Eintritt abschreckten), Tower (das volle Programm für schlappe 15 Pfund), St-James Park, Hyde Park, Picadilly Circus... und was man halt alles so sehen muss. Wir sind oben im Doppeldecker Bus gefahren, hatten Fish und Chips, viele Pints in vielen Pubs, gingen in "Monthy Python's Spamalot", hatten cream Tea und genossen die Food Hall in Harrods. Und schon mussten wir wieder auf zum Flughafen. Alptraum! Wir flogen ab Standstead und dank der neuen Sicherheitsvorkehrungen war die Schlange durch den Securitycheck unbeschreiblich lang. Wir hatten nur eine Stunde und wir zitterten nicht schlecht, denn es ging mehr als langsam voran, da nur die Hälfte der Schalter offen waren. 5 Minuten vor Abflug waren wir durch und rannten los. Dem Himmel sei dank dass ich einen Triathleten geheiratet habe, der abdüste, um das Flugzeug aufzuhalten, bis Klein Sabine mit hochrotem Kopf und schwer hechelnd letztendlich auch noch am Gate ankam. Geschafft. Fix und fertig. Aber jetzt ging der Urlaub ja auch erst richtig los. Daheim bei Mama isses halt doch am schönsten! 10 Tage lang haben wir das schöne Wetter, den Schwarzwald und die Bemutterung in vollen Zügen genossen. Die totale Erholung konnte mir auch mein Grützbeutel nicht verderben! Der Neue Wein, Zwiebelkuchen, Flammkuchen, Apfelkuchen, Bretzeln mit Nutella, Erdbeerbuttermilch, Schwarzwälder Schinken und zu Martins Freude alle Sorten Bier, machten diese 10 Tage zum perfekten Urlaub. Zum Ende des Urlaubs wurde es in Aschaffenburg mit Schlappeseppel und Ramazotti noch mal feucht-fröhlich, bevor die kulinarische Reise in Frankfurt mit Äppler und Rippsche mit Kraut dann endgültig zu Ende ging. Mona fuhr uns dann am Sonntag morgen zum Flughafen, regte sich noch ein bisschen mit uns über das unfähige Flughafenpersonal auf, und überliess uns dann unserem Schicksal. Noch mal 1 h durch Security. Fliegen macht echt keinen Spass mehr. Naja, nach X-Men 3 und der Katze auf dem heissen Blechdach, kamen wir dann endlich in Montreal an. Noch mal kurz Flieger wechseln nach Québec und schon waren wir wieder zu Hause. Schön war's aber viel zu kurz...

Und ein grosses "Entschuldigung" bei allen, die wir während unserer Reise nicht getroffen haben, aber der Freizeitstress war dann doch irgendwie zu gross. Beim nächsten Mal!

Wednesday, August 23, 2006

Kanu-Camping die Zweite



Jaha, wir haben es wieder gewagt. Wie schon letztes Jahr haben wir wieder ein Wochenende im Parc de la Jacques-Cartier verbracht. Samstag morgens ging's los. Mit Sack und Pack und Zelt und Kanu stachen wir in See - oder eher in den Fluss. Der Wasserpegel war höher als letztes Jahr, was den Vorteil hatte, dass einige der Stromschnellen einfacher zu Passieren waren. So mussten wir nur einmail "portagen" - das Kanu um die Stromschnelle herum tragen. Sehr angenehm!! Wir hatten keinerlei Probleme, keine Wasserschäden, niemand ging über Bord... und so erreichten wir pünktlich zum Mittagessen unseren Zeltplatz. Der wurder gerade von unseren Vormietern geräumt, die uns warnten, die vorige Nacht sei ein Stachelschwein in ihr Vorzelt gekommen. Ausserdem hätten sie noch ein anderes grosses Tier gehört. Ein Bär??? Wie auch immer. Wir bauten ruck-zuck unser Zelt auf und verbrachen den Rest des Nachmittages damit "Fluss-Fernsehen" zu gucken. Echt amüsant, wer, was und wie da alles den Fluss runtergondelt. Abends gab's dann lecker Pasta und Rotwein und später Smores am Lagerfeuer. Um den Bären nicht alles zu opfern, zogen wir die Kühlbox an einem hohen Ast hoch und banden sie dort fest. Doch entweder waren Bär und Co. extrem leise oder waren noch satt von der Nacht davor, jedenfalls war am nächsten morgen noch alles unberührt und wir konnten in Ruhe unsere Blaubeerpfannkuchen über dem Lagerfeuer backen. Noch einen Café au lait zum Aufwachen und dann ging's schon langsam wieder ans Zusammenpacken. Auch auf der restlichen Strecke mussten wir nur einmal portagen und erreichten unseren Ausgangspunkt gegen 3 Uhr mittags. Dort haben wir dann nochmal gepiknikt, da die Strasse wegen eines Unfalls gesperrt war. Als wir dann letzendlich losgefahren sind, fing es an zu regnen und hörte nicht mehr auf... perfektes Timing!
So gesehen war dieses Jahr alles perfekt abgelaufen... fast schon ein bisschen langweilig.
Mal sehen, gerade habe ich unser nächstes Valentinswochenende gebucht, ob das wohl auch perfekt wird oder doch wieder im rustikalen Alptraum endet? Warten wir's ab!

Hinter Gittern


Es war mal wieder an der Zeit, die Schwiegermutter zu besuchen, und so fuhren wir Freitagabend los gen Granby. Granby, dass sich inzwischen zu einer Rentnerhochburg (O-Ton Lise!) entwickelt, hat als grosse Touristenattraktion seinen Zoo. Und daher beschlossen wir, dort unseren Samstag zu verbringen. Ausser den zahlreichen Tiergehegen gibt es dort noch den Amazoo - einen Wasserpark mit Wellenbad, Fluss und Wasserspielen. Es war Mitte August, also theoretisch die perfekte Zeit zum Wellenbaden, aber als das Thermometer am Samstag morgen schlappe 18 Grad anzeigte, waren wir doch etwas skeptisch. Aber alles was nicht tötet, härtet ab! Am Eingang stellten wir fest, dass wir a) die einzigen ohne schreiende Kleinkinder und b) total schlecht ausgestattet waren. Jede der Familien hatte mindestens einen Bollerwagen mit Kühlbox, Tasche und zwei Kindern dabei. Ganz mutig beschlossen wir, den Wasserteil zuerst abzuhaken, da das Wetter nicht aussah, als würde es bald besser werden. Ausserdem war das Wasser um einiges wärmer als die Luft. Und so planschten wir im Wellenbad und gondelten in Riesenreifen den Fluss hinunter. Danach ging's dann Tiere gucken. Ich weiss, in bin verwöhnt, aber wenn man halt mal Giraffen, Elefanten, Löwen und Flamingos in freier Wildnis erlebt hat, dann ist so ein Zoo halt immer recht deprimierend. Aber zugegeben, die Kängurus waren richtig lustig und das Reptilienhaus war auch ziemlich cool. Trotz allem hab ich jetzt mal wieder genug von Tieren hinter Gittern. Da besuch ich doch lieber mal wieder Deidré in Südafrika und schau mir das alles "live" an.

Thursday, August 10, 2006

Lady Marmelade


Québec vorgelagert, mitten im St-Lorenz Strom liegt die Île d’Orléans. Unsere Obst-Insel. Da wird so ziemlich alles angebaut, was hier so wächst. Und somit natürlich auch meine geliebten Erdbeeren. Daher haben wir uns eines schönen Sonntags morgens aus dem Bett gequält und sind auf die Insel rübergefahren. Dort ist die Strasse von Ständen gesäumt, die alle frische Erdbeeren anbieten, wir wollten jedoch selber pflücken und fuhren daher zu einem der „auto-cueillette“ Felder. Innerhalb von 30 min hatten wir 6 kg Erdbeeren gepflückt.
Und da wir die ja nicht alle auf einmal essen können, habe ich den Rest des Tages damit verbracht, Marmelade zu kochen. Erdbeer-Rhabarber, Erdbeer-Kiwi und einen Strawberry Daiquiri Spread. Der wurde allerdings zu flüssig und so mussten wir ihn leider über Vanille-Eiscreme gießen :-)
Hier seht ihr das Endresultat. Hat inzwischen aber schon abgenommen, da wir heftig am Essen und am Verschenken sind!

Wednesday, July 26, 2006

A view from the top

Zur Feier meines 25x-ten Geburtstages wollte ich ganz hoch hinaus! Und was wäre da passender als ein leckerer Brunch in 5om Höhe! Das Concorde-Hotel gleich neben meinem Büro hat ein Drehrestaurant und jeden Sonntags gibt's dort ein all-you-can-eat Brunch buffet :)
Innerhalb 1 1/2 Stunden wanderten wir 4 x zum Buffet und kreisten 1 x um uns selbst. Da sich allerdings nur die Tische drehen und nicht das Buffet, diskutierten wir vor jedem Gang ausführlich, welches denn der kürzere Weg zu selbigen sei.
Verwöhnt von den Brunch buffets der Fairmont-Hotels, waren wir von dem Angebot des Concorde Hotels zwar sehr enttäuscht, aber die Sicht war trotz allem einmalig!!

Monday, June 12, 2006

Bahamian Sun

1 Woche Sonne, Strand und Meer. Genau das, was wir gebraucht haben. Ausschlafen, lecker Essen, baden, sonnen, schnorcheln, segeln, noch mehr lecker Essen und noch mehr leckere Cocktails... Und einen Nachmittag im 7.-besten Spa der Welt, nach wenn's einem danach nicht gut geht, dann weiss ich auch nicht.
War's schön? Natürlich!!! Ein bisschen zu kurz allerdings, 10 Tage wären ideal gewesen. Länger ist nicht gut, denn dann bräuchte man 2 Sitze auf dem Rückflug und ein Dauer-Abo bei den Weight-Watchers.
Dass wir auf dem Rückweg 7h in Toronto festsassen, wird diejenigen, die meine Reiseabenteuer kennen, ja kaum überraschen. Aber auch das haben wir gut hinter uns gebracht.
Und jetzt ist alles rum, und es ist wieder Alltag angesagt...
Aber immerhin wird es auch hier langsam Sommer, und mit Arbeit, Garten und Fussball-WM kann einem ja gar nicht langweilig werden!!!

Die Hochzeit des Jahres!

Ich hoffe zwar, dass dies nicht der schönste Tag in meinem Leben war - denn sonst hab ich ja gar nix mehr zum mich drauf freuen - aber er kam auf jeden Fall nah dran!
Denn mal ganz ehrlich, welches Mädchen träumt nicht davon, mal einen Tag lang Prinzessin zu sein...
Nach monatelanger Planung und Wochen den Vorbereitung kam der 20. Mai dann doch auf einmal ziemlich plötzlich.
Freitag haben wir uns durch die sturmflutartigen Regenfälle gekämpft, um den Saal zu dekorieren und opfertem den Regengott sogar 2 Schirme in der Hoffnung, ihn damit besänftigen zu können. Auch beim leckeren Abendessen beim Inder, hat brav jeder seinen Teller leer gegessen, um für schönes Wetter zu sorgen. Alles für die Katz!
Mona und ich starteten einen letzten verzweifelten Versuch am Samstag morgen und leerten 3 x unsere Teller am Frühstücksbuffet, aber der liebe Gott hatte beschlossen, dass es an unserem Hochzeitstag regnen muss, damit die Ehe hält! Na gut...
Nach einem ziemlich gekürztem Besuch beim Friseur (Braut und Brautmutter, die vor mir dran waren, waren so emotional, dass das Make-up nicht hielt), bin ich kurzerhand ohne Make-up ins Taxi gesprungen, damit ich meine Kutsche nicht verpasse... Aber Naturschönheiten brauchen ja kein Make-up... verläuft bei dem Wetter ja eh nur.
Im Hotel wurde ich dann von Heiko und Mona ins Kleid gehievt und in die Kutsche geschubst.
Typisch deutsch, waren wir dann natürlich zu früh an der Kapelle und der Kutscher durfte noch ein paar Runden drehen.

Nach der Zeremonie wurden wir dann von einer Ehrengarde überrascht bevor's zum Anstossen in den Festsaal ging.
Als der Regen mal kurzfristig aufhörte, konnten wir dann doch noch ein kleines Photoshooting machen.


Die Feier war fantastisch! Das Essen war super lecker, die Gäste froh und munter und Mona, Heiko und Isabelle haben sich mal wieder selbst übertroffen und zusammen mit dem DJ-Team wirklich Stimmung gemacht.
Ein ganz grosses Dankeschön auch an meine Eltern, an Leslie, Katerina und alle anderen, die zur Party und zur Hochzeitszeitung beigetragen haben!
Es war ein unvergesslich toller Tag!!



Der Harte Kern! (Mit Kamerakind Philippe :))

Wednesday, May 24, 2006

Es ist vollbracht!





Ein wunderschöner unvergesslicher Tag!
Ausführlicher Bericht folgt, sobald wir von den Bahamas zurück sind!!!
Vielen Dank allen, die dazu beigetragen haben!!!

Tuesday, May 16, 2006

Mütter vors Parlament!


Meine erste kanadische Demo!! Genauer gesagt, meine erste Demo überhaupt.
Zum Tag der Hebammen, hatte meine Freundin Susanne eine Demonstration vor dem Parlament organisiert. Québec braucht mehr Hebammen und Geburtshäuser! Und da ich ja hoffentlich auch früher oder später mal Mutter werde, musste ich das natürlich unterstützen. So versammelten sich also am 5. Mai bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Mütter, oder werdende Mütter, oder irgendwann mal werdende Mütter mit haufenweise Babies, Kleinkindern und Kinderwagen vor dem Parlament.
Das Stephen Harper an dem Tag auch nach Québec ins Parlament kam, war reiner Zufall, bescherte uns aber somit zahlreiche Kamerateams!
Allerdings waren die Sicherheitsbeamter deswegen auch extra nervös und versuchten laufend, die umherwuselnden Kinder hinter der Absperrung und vom Rasen zu halten.
Ob es was gebracht hat, bleibt abzuwarten, aber auf jeden Fall hatten wir einen schönen Vormittag vor dem Parlament :)

Thursday, April 13, 2006

Frohe Ostern!

Wir fahren morgen nach Ottawa, um dem kleinen Lukas beim Eiersuchen zu helfen!

Frohe Ostern!

Mein erster kanadischer Geburtstag

Obwohl ich ja dank Hochzeitsstress, Job und Alltag eigentlich überhaupt keine Zeit zum Schreiben habe, dachte ich mir, dass mein erster kanadischer Geburtstag doch einen kleinen Eintrag in meinen Blog verdient hat.
1 Jahr ist vorbei! Vor einem Jahr am 10. April 2005 bin ich heulend in Frankfurt in den Flieger gestiegen. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. 12 Monate, eine Heiratsantrag, ein neues Auto, einen Winter und 3 Jobs später sitze ich nun hier in meinem Büro und tippe munter auf meiner franco-kanadischen Tastatur vor mich hin.
1 Jahr in Kanada. Was soll ich rückblickend sagen... Es war hart, es war schwierig aber es war auch sehr schön und aufregend. Ich habe viel erlebt und viel gelernt.
Und nach einem Jahr habe ich auch endlich wieder meinen job level von Frankfurt erreicht. Ok, gehaltsmässig werd ich da nie hin zurückkommen, aber das ist hier in Canada auch einfach nicht drin. Ansonsten kann ich nur sagen, die Zeit ging doch ziemlich schnell rum. Und sie wird noch viel schneller rumgehen bis zum 20. Mai. Und bis dahin ist dann auch hoffentlich der letzte Schnee geschmolzen und das Gras hat seine Farbe von vertrocknetem gelb-braun in frisches grün gewechselt. Sonst müssen wir für die Hochzeitsfotos ein bisschen grünen Farbspray mitnehmen!
Freue mich schon sehr darauf, viele von euch ganz bald wiederzusehen!

Sunday, March 05, 2006

Sushi fûr Fortgeschrittene

Nach unserem Kurs haben wir jetzt zum ersten Mal unsere eigenen Maki und Nigiri zubereitet! Sieht doch ganz lecker aus, oder?!

Friday, March 03, 2006

Kann man sich auf eine Ehe vorbereiten lassen?

Ein paar Gedanken zum Ehevorbereitungskurs, den wir mitmachen mussten:

Das Paar, welches den ersten Teil des Kurser geleitet hat: Beides Psychologen, beide geschieden, er hat 3 Töchter, leben beide zusammen, sind aber nicht verheiratet. Ist dies ein gutes Beispiel für eine katholische Ehe?

Wir freuten uns zunächst, dass wir nicht die Ältesten im Kurs waren, sondern 2 Pärchen "noch" älter waren, bis wir feststellten, dass diese beiden schon Kinder aus früheren Beziehungen mit in die Ehe brachten... Müssen wir uns jetzt Gedanken machen?

Ist man extrem prüde, wenn man nicht mit 10 anderen fremden Paaren darüber diskutieren will, was man tut, wenn ein Partner Sex will und der andere nicht?

Ich bin der Meinung, dass kein Aussenstehender uns auf die Ehe vorbereiten kann, da jedes Paar seine eigenen Erfahrungen machen muss, aber nun gut. Wir mussten da durch und haben unsere Zertifikat gekriegt. Bin jetzt also Diplom-Braut!!

Romantische Idee endet in rustikalem Alptraum



Wie die meisten von euch sicher wissen, war am 14. Februar Valentinstag. Und obwohl sich die Canadier ja immer sehr von den US Amerikanern differenzieren, in der Vermarktung von solchen Feiertagen sind sie mindestens genauso gut. Sobald Weihnachten rum war, wurden in den Geschäften die Rosen, die Herzen und die Schokolade ausgepackt. Und wenn man an Thanksgiving noch keinen Tisch für Valentinstag reserviert hat, dann kann man sicher sein - in welchem Restaurant auch immer - an diesem Tag nichtmal mehr den Platz in der Nähe der Küche oder der Toiletten zu bekommen.
Um diesen ganzen Wahnsinn zu umgehen, hatten wir beschlossen, Valentinstag am Wochenende vorzufeiern, und Martin hatte uns ein kleines "refuge" im Park de la Jacques Cartier gebucht. Wir wollten ein schönes und romantisches Schneeschuh-Wochenende auf einer kleinen Hütte verbringen und planten alles bis ins kleinste Detail.
So packten wir unsere Rucksäcke, luden die Kühlbox auf den Schlitten und machten uns Freitag abend auf den Weg. Es war Vollmond und sternenklar und die 2km, die wir bis zur Hütte zurücklegen mussten, waren zwar ziemlich kalt aber sehr romantisch. Hätten wir geahn, dass dies der romantischste Teil des Wochenendes war, hätten wir ihn sicher noch mehr genossen.
Die erste negative Überraschung war, dass wir die Hütte nicht abschliessen konnten, doch wir beschlossen, dieses Problem am nächsten Tag zu regeln. Da es wirklich saukalt draussen (und drinnen) war, war die erste Aufgabe natürlich, den kleinen Ofen in Gang zu bringen. Eine Aufgabe, die sich durch tiefgefrorenes Holz sehr schnell zu einer Mission Impossible entwickelte. Wir brauchten ungefähr 1 1/2 Stunden und fast alle unsere Anzünder, um ein gescheites Feuer zu entfachen.
Nachdem während dieser Versuche 3 x der Feuermelder losging, nahmen wir kurzentschlossen die Batterie heraus, um nicht sämtliche Elche oder Bären zu traumatisieren.
Zu diesem Zeitpunkt waren wir beide ziemlich tiefgefroren und liessen den Ofen auf voller Pulle laufen, um die Temperatur in der Hütte zumindest über den Gefrierpunkt zu bringen.
Unsere romantische Vorstellung von einer Nacht auf dem Bärenfell vor dem Kamin hatte sich auch schnell in Luft aufgeslöst... (nicht dass wir ein Bärenfell dabei gehabt hätten, aber ihr wisst schon)
Ein weiteres Problem war, dass der Ofen nicht richtig zog, so mussten wir die Klappe immer ein bisschen offen lassen, damit das Feuer nicht erstickte, was wiederum zur Folge hatte, dass die Hütte sehr schnell zur Räucherkammer wurde.
Zu kalt und zu entnervt beschlossen wir, das Abendessen ausfallen zu lassen und uns sofort in unsere Schlafsäcke zu verkriechen. Wir stapelten sämtlich Matten und Decken übereinander und kletterten in die oberen Doppelbetten, um jedes Bisschen Wärme zu ergattern, dass der Ofen von sich gab. Mit 2 Paar Socken, 2 Hosen, 1 T-Shirt, 2 Pullis, meiner Mütze und 2 Schlafsäcken um mich, versuchte ich trotz Kälte einzuschlafen. Nicht wirklich erfolgreich. Und ungefähr jede Stunde musste im Ofen Holz nachgelegt werden, so dass Martin auch keinerlei Schlaf bekam... Irgendwann in der Nacht hatte der Ofen dann Erfolg und es wurde so warm in der Hütte, dass wir uns erst ent-zwiebelten und später dann in die unteren Stockbetten umzogen, weil es oben unerträglich wurde. Dort schlief dann sogar Martin ein, nur um 2 h später aufzuwachen, weil es kalt war... Ja, der Ofen war aus! Bei mir auch!! Mit dem letzten Anzünder brachten wir das Holz wieder zum Brennen. Aber mit Schlafen war nix mehr.
Daher beschlossen wir, uns wenigstens ein leckeres Frühstück zu gönnen.
Aber auch das war uns nicht vergönnt. Der Ofen hatte zwar inzwischen bewiesen, dass er die Hütte aufheizen konnte, aber er wurde nicht heiss genug, um Wasser darauf zum Kochen zu bringen. So gab es statt Pancakes und Kaffee halt lauwarme Milch und Toast...
Wir waren uns schnell einig, dies nicht noch eine weitere Nacht mitzumachen, packten unsere Sachen und brachten sie zum Auto. Da es ein wunderschöner Tag war, beschlossen wir trotz allem noch eine 10km Schneeschuh-Tour zu machen, bevor wir nach Hause fuhren. Dass wir beide an jenem Samstag abend um 8 Uhr im Bett lagen, dürfte nach dieser Geschichte wohl keinen mehr überraschen.
Alles in allem möchte ich aber trotzdem meinen, dass dieses Wochenende sinnvoller für unsere bevorstehende Ehe war, als der Ehevorbereitungskurs der Kirche, den wir am darauffolgenden Wochenende mitmachen mussten :)
Und die Moral von der Geschichte... rustikale Romantik schön und gut, bin trotzdem froh, dass die Flitterwochen eine Woche all inclusive auf den Bahamas sind und nicht im Base camp des Mount Everest!

Wednesday, March 01, 2006

Schnee


... oder "white shit falling from the sky".
Langsam reicht's! Jetzt ist März und ich hab die Schnauze voll vom Schippen.
Hier mal ein paar Winterimpressionen...
Es sieht ja immer sehr hübsch aus mit all dem Schnee, vor allem, wenn dann auch noch die Sonne scheint. Aber das tut sie nunmal nicht immer, und wenn sie sich dann hinter den Wolken verkriecht, dann schneit es. Und dann muss man Schnee schippen. Sehr unangenehm! Auch wenn mein Brautmagazin meint, das sei das beste Workout für die Arm- und Schulterpartie, welche bei einem schulterfreien Kleid ja gut trainiert sein sollte. Naja gut, macht aber trotzdem keinen Spass. Und der Schnee an sich ist ja auch gar nicht soooo schlimm, aber dass der dann immer zu fiesen Eisschichten gefriert, das ist so richtig gemein.
Wie auch immer, Augen zu und durch! Noch ein Schneesturm und dann isses geschafft!

Carnaval


Jaha, auch hier gibt's einen Carnaval. Der hat aber weniger damit zu tun, den Winter zu vertreiben, sondern trotz des kalten Winters etwas Spass im Freien zu haben. Und daher brezelt sich die ganze Stadt Québec auf, um 2 Wochen lang Schnee-Party zu machen. Geboten wird viel! Vor der Parade, über ein Schlittenhund-Rennen bis zum Forellenfischen ist alles dabei. Sehr schoen sind auch all die Eisskulpturen. Es findet auch alljährlich ein Wettbewerb der Skulpturen statt. Sehr beliebt sind natürlich auch die Eisbars, die fast jedes Restaurant oder Hotel während dieser Zeit aufbaut.
Leider hatten wir dieses Jahr ein bisschen Pech mit dem Wetter und das mittlere Carnavalswochenende war komplett verregnet. Dafür gab es am letzten Wochenende nochmal prallen Sonnenschein bei eisigen Temperaturen, sodass Martin und ich auch nochmal die Chance nutzten, mit einem Riesenschlauchboot den Berg runterzufahren, das Schnee-Derby anzuschauen, und den Hobby-Anglern beim Eis-Fischen zuzuschauen.
Jetzt muss ich nur noch das Eishotel besichtigen und den letzten Schneesturm hinter mich bringen, und dann hab ich offiziell meinen ersten Winter in Québec überlebt!!