Wednesday, August 23, 2006

Kanu-Camping die Zweite



Jaha, wir haben es wieder gewagt. Wie schon letztes Jahr haben wir wieder ein Wochenende im Parc de la Jacques-Cartier verbracht. Samstag morgens ging's los. Mit Sack und Pack und Zelt und Kanu stachen wir in See - oder eher in den Fluss. Der Wasserpegel war höher als letztes Jahr, was den Vorteil hatte, dass einige der Stromschnellen einfacher zu Passieren waren. So mussten wir nur einmail "portagen" - das Kanu um die Stromschnelle herum tragen. Sehr angenehm!! Wir hatten keinerlei Probleme, keine Wasserschäden, niemand ging über Bord... und so erreichten wir pünktlich zum Mittagessen unseren Zeltplatz. Der wurder gerade von unseren Vormietern geräumt, die uns warnten, die vorige Nacht sei ein Stachelschwein in ihr Vorzelt gekommen. Ausserdem hätten sie noch ein anderes grosses Tier gehört. Ein Bär??? Wie auch immer. Wir bauten ruck-zuck unser Zelt auf und verbrachen den Rest des Nachmittages damit "Fluss-Fernsehen" zu gucken. Echt amüsant, wer, was und wie da alles den Fluss runtergondelt. Abends gab's dann lecker Pasta und Rotwein und später Smores am Lagerfeuer. Um den Bären nicht alles zu opfern, zogen wir die Kühlbox an einem hohen Ast hoch und banden sie dort fest. Doch entweder waren Bär und Co. extrem leise oder waren noch satt von der Nacht davor, jedenfalls war am nächsten morgen noch alles unberührt und wir konnten in Ruhe unsere Blaubeerpfannkuchen über dem Lagerfeuer backen. Noch einen Café au lait zum Aufwachen und dann ging's schon langsam wieder ans Zusammenpacken. Auch auf der restlichen Strecke mussten wir nur einmal portagen und erreichten unseren Ausgangspunkt gegen 3 Uhr mittags. Dort haben wir dann nochmal gepiknikt, da die Strasse wegen eines Unfalls gesperrt war. Als wir dann letzendlich losgefahren sind, fing es an zu regnen und hörte nicht mehr auf... perfektes Timing!
So gesehen war dieses Jahr alles perfekt abgelaufen... fast schon ein bisschen langweilig.
Mal sehen, gerade habe ich unser nächstes Valentinswochenende gebucht, ob das wohl auch perfekt wird oder doch wieder im rustikalen Alptraum endet? Warten wir's ab!

Hinter Gittern


Es war mal wieder an der Zeit, die Schwiegermutter zu besuchen, und so fuhren wir Freitagabend los gen Granby. Granby, dass sich inzwischen zu einer Rentnerhochburg (O-Ton Lise!) entwickelt, hat als grosse Touristenattraktion seinen Zoo. Und daher beschlossen wir, dort unseren Samstag zu verbringen. Ausser den zahlreichen Tiergehegen gibt es dort noch den Amazoo - einen Wasserpark mit Wellenbad, Fluss und Wasserspielen. Es war Mitte August, also theoretisch die perfekte Zeit zum Wellenbaden, aber als das Thermometer am Samstag morgen schlappe 18 Grad anzeigte, waren wir doch etwas skeptisch. Aber alles was nicht tötet, härtet ab! Am Eingang stellten wir fest, dass wir a) die einzigen ohne schreiende Kleinkinder und b) total schlecht ausgestattet waren. Jede der Familien hatte mindestens einen Bollerwagen mit Kühlbox, Tasche und zwei Kindern dabei. Ganz mutig beschlossen wir, den Wasserteil zuerst abzuhaken, da das Wetter nicht aussah, als würde es bald besser werden. Ausserdem war das Wasser um einiges wärmer als die Luft. Und so planschten wir im Wellenbad und gondelten in Riesenreifen den Fluss hinunter. Danach ging's dann Tiere gucken. Ich weiss, in bin verwöhnt, aber wenn man halt mal Giraffen, Elefanten, Löwen und Flamingos in freier Wildnis erlebt hat, dann ist so ein Zoo halt immer recht deprimierend. Aber zugegeben, die Kängurus waren richtig lustig und das Reptilienhaus war auch ziemlich cool. Trotz allem hab ich jetzt mal wieder genug von Tieren hinter Gittern. Da besuch ich doch lieber mal wieder Deidré in Südafrika und schau mir das alles "live" an.

Thursday, August 10, 2006

Lady Marmelade


Québec vorgelagert, mitten im St-Lorenz Strom liegt die Île d’Orléans. Unsere Obst-Insel. Da wird so ziemlich alles angebaut, was hier so wächst. Und somit natürlich auch meine geliebten Erdbeeren. Daher haben wir uns eines schönen Sonntags morgens aus dem Bett gequält und sind auf die Insel rübergefahren. Dort ist die Strasse von Ständen gesäumt, die alle frische Erdbeeren anbieten, wir wollten jedoch selber pflücken und fuhren daher zu einem der „auto-cueillette“ Felder. Innerhalb von 30 min hatten wir 6 kg Erdbeeren gepflückt.
Und da wir die ja nicht alle auf einmal essen können, habe ich den Rest des Tages damit verbracht, Marmelade zu kochen. Erdbeer-Rhabarber, Erdbeer-Kiwi und einen Strawberry Daiquiri Spread. Der wurde allerdings zu flüssig und so mussten wir ihn leider über Vanille-Eiscreme gießen :-)
Hier seht ihr das Endresultat. Hat inzwischen aber schon abgenommen, da wir heftig am Essen und am Verschenken sind!