Sunday, March 05, 2006
Sushi fûr Fortgeschrittene
Nach unserem Kurs haben wir jetzt zum ersten Mal unsere eigenen Maki und Nigiri zubereitet! Sieht doch ganz lecker aus, oder?!
Friday, March 03, 2006
Kann man sich auf eine Ehe vorbereiten lassen?
Ein paar Gedanken zum Ehevorbereitungskurs, den wir mitmachen mussten:
Das Paar, welches den ersten Teil des Kurser geleitet hat: Beides Psychologen, beide geschieden, er hat 3 Töchter, leben beide zusammen, sind aber nicht verheiratet. Ist dies ein gutes Beispiel für eine katholische Ehe?
Wir freuten uns zunächst, dass wir nicht die Ältesten im Kurs waren, sondern 2 Pärchen "noch" älter waren, bis wir feststellten, dass diese beiden schon Kinder aus früheren Beziehungen mit in die Ehe brachten... Müssen wir uns jetzt Gedanken machen?
Ist man extrem prüde, wenn man nicht mit 10 anderen fremden Paaren darüber diskutieren will, was man tut, wenn ein Partner Sex will und der andere nicht?
Ich bin der Meinung, dass kein Aussenstehender uns auf die Ehe vorbereiten kann, da jedes Paar seine eigenen Erfahrungen machen muss, aber nun gut. Wir mussten da durch und haben unsere Zertifikat gekriegt. Bin jetzt also Diplom-Braut!!
Das Paar, welches den ersten Teil des Kurser geleitet hat: Beides Psychologen, beide geschieden, er hat 3 Töchter, leben beide zusammen, sind aber nicht verheiratet. Ist dies ein gutes Beispiel für eine katholische Ehe?
Wir freuten uns zunächst, dass wir nicht die Ältesten im Kurs waren, sondern 2 Pärchen "noch" älter waren, bis wir feststellten, dass diese beiden schon Kinder aus früheren Beziehungen mit in die Ehe brachten... Müssen wir uns jetzt Gedanken machen?
Ist man extrem prüde, wenn man nicht mit 10 anderen fremden Paaren darüber diskutieren will, was man tut, wenn ein Partner Sex will und der andere nicht?
Ich bin der Meinung, dass kein Aussenstehender uns auf die Ehe vorbereiten kann, da jedes Paar seine eigenen Erfahrungen machen muss, aber nun gut. Wir mussten da durch und haben unsere Zertifikat gekriegt. Bin jetzt also Diplom-Braut!!
Romantische Idee endet in rustikalem Alptraum

Wie die meisten von euch sicher wissen, war am 14. Februar Valentinstag. Und obwohl sich die Canadier ja immer sehr von den US Amerikanern differenzieren, in der Vermarktung von solchen Feiertagen sind sie mindestens genauso gut. Sobald Weihnachten rum war, wurden in den Geschäften die Rosen, die Herzen und die Schokolade ausgepackt. Und wenn man an Thanksgiving noch keinen Tisch für Valentinstag reserviert hat, dann kann man sicher sein - in welchem Restaurant auch immer - an diesem Tag nichtmal mehr den Platz in der Nähe der Küche oder der Toiletten zu bekommen.
Um diesen ganzen Wahnsinn zu umgehen, hatten wir beschlossen, Valentinstag am Wochenende vorzufeiern, und Martin hatte
uns ein kleines "refuge" im Park de la Jacques Cartier gebucht. Wir wollten ein schönes und romantisches Schneeschuh-Wochenende auf einer kleinen Hütte verbringen und planten alles bis ins kleinste Detail.So packten wir unsere Rucksäcke, luden die Kühlbox auf den Schlitten und machten uns Freitag abend auf den Weg. Es war Vollmond und sternenklar und die 2km, die wir bis zur Hütte zurücklegen mussten, waren zwar ziemlich kalt aber sehr romantisch. Hätten wir geahn, dass dies der
romantischste Teil des Wochenendes war, hätten wir ihn sicher noch mehr genossen.Die erste negative Überraschung war, dass wir die Hütte nicht abschliessen konnten, doch wir beschlossen, dieses Problem am nächsten Tag zu regeln. Da es wirklich saukalt draussen (und drinnen) war, war die erste Aufgabe natürlich, den kleinen Ofen in Gang zu bringen. Eine Aufgabe, die sich durch tiefgefrorenes Holz sehr schnell zu einer Mission Impossible entwickelte. Wir brauchten ungefähr 1 1/2 Stunden und fast alle unsere Anzünder, um ein gescheites Feuer zu entfachen.
Nachdem während dieser Versuche 3 x der Feuermelder losging
, nahmen wir kurzentschlossen die Batterie heraus, um nicht sämtliche Elche oder Bären zu traumatisieren.Zu diesem Zeitpunkt waren wir beide ziemlich tiefgefroren und liessen den Ofen auf voller Pulle laufen, um die Temperatur in der Hütte zumindest über den Gefrierpunkt zu bringen.
Unsere romantische Vorstellung von einer Nacht auf dem Bärenfell vor dem Kamin hatte sich auch schnell in Luft aufgeslöst... (nicht dass wir ein Bärenfell dabei gehabt hätten, aber ihr wisst schon)
Ein weiter
es Problem war, dass der Ofen nicht richtig zog, so mussten wir die Klappe immer ein bisschen offen lassen, damit das Feuer nicht erstickte, was wiederum zur Folge hatte, dass die Hütte sehr schnell zur Räucherkammer wurde.Zu kalt und zu entnervt beschlossen wir, das Abendessen ausfallen zu lassen und uns sofort in unsere Schlafsäcke zu verkriechen. Wir stapelten sämtlich Matten und Decken übereinander und kletterten in die oberen Doppelbetten, um jedes Bisschen Wärme zu ergattern, dass der Ofen von sich gab. Mit 2 Paar Socken, 2 Hosen, 1 T-Shirt, 2 Pullis, meiner Mütze und 2 Schlafs
äcken um mich, versuchte ich trotz Kälte einzuschlafen. Nicht wirklich erfolgreich. Und ungefähr jede Stunde musste im Ofen Holz nachgelegt werden, so dass Martin auch keinerlei Schlaf bekam... Irgendwann in der Nacht hatte der Ofen dann Erfolg und es wurde so warm in der Hütte, dass wir uns erst ent-zwiebelten und später dann in die unteren Stockbetten umzogen, weil es oben unerträglich wurde. Dort schlief dann sogar Martin ein, nur um 2 h später aufzuwachen, weil es kalt war... Ja, der Ofen war aus! Bei mir auch!! Mit dem letzten Anzünder brachten wir das Holz wieder zum Brennen. Aber mit Schlafen war nix mehr.Daher beschlossen wir, uns wenigstens ein leckeres Frühstück zu gönnen.
Aber a
uch das war uns nicht vergönnt. Der Ofen hatte zwar inzwischen bewiesen, dass er die Hütte aufheizen konnte, aber er wurde nicht heiss genug, um Wasser darauf zum Kochen zu bringen. So gab es statt Pancakes und Kaffee halt lauwarme Milch und Toast... Wir waren uns schnell einig, dies nicht noch eine weitere Nacht mitzumachen, packten unsere Sachen und brachten sie zum Auto. Da es ein wunderschöner Tag war, beschlossen wir trotz allem noch eine 10km Schneeschuh-Tour zu machen, bevor wir nach Hause fuhren. Dass wir beide an jenem Samstag abend um 8 Uhr im Bett lagen, dürfte nach dieser Geschichte wohl keinen mehr überraschen.
Alles in allem möchte ich aber trotzdem meinen
, dass dieses Wochenende sinnvoller für unsere bevorstehende Ehe war, als der Ehevorbereitungskurs der Kirche, den wir am darauffolgenden Wochenende mitmachen mussten :)Und die Moral von der Geschichte... rustikale Romantik schön und gut, bin trotzdem froh, dass die Flitterwochen eine Woche all inclusive auf den Bahamas sind und nicht im Base camp des Mount Everest!
Wednesday, March 01, 2006
Schnee

... oder "white shit falling from the sky".
Langsam reicht's! Jetzt ist März und ich hab die Schnau
ze voll vom Schippen.Hier mal ein paar Winterimpressionen...
Es sieht ja immer sehr hübsch aus mit all dem Schnee, vor allem, wenn dann auch noch die Sonne scheint. Aber das tut sie nunmal nicht immer, und wenn sie sich dann hinter den Wolken verkriecht, dann schneit es. Und dann muss man Schnee schippen. Sehr unangenehm! Auch wenn mein Brautmagazin meint, das sei das beste Workout für die Arm- und Schulterpartie, welche be
i einem schulterfreien Kleid ja gut trainiert sein sollte. Naja gut, macht aber trotzdem keinen Spass. Und der
Schnee an sich ist ja auch gar nicht soooo schlimm, aber dass der dann immer zu fiesen Eisschichten gefriert, das ist so richtig gemein.Wie auch immer, Augen zu und durch! Noch ein Schneesturm und dann isses geschafft!
Carnaval

Jaha, auch hier gibt's einen Carnaval. Der hat aber weniger damit zu tun, den Winter zu vertreiben, sondern trotz des kalten Winters etwas Spass im Freien zu haben. Und daher brezelt sich die ganze Stadt Québec auf, um 2 Wochen lang Schnee-Party zu machen. Geboten wird viel! Vor der Parade, über ein Schlittenhund-Rennen bis zum Forellenfischen ist alles dabei. Sehr schoen sind auch all die Eisskulpturen. Es findet auch alljährlich ein Wettbewerb der Skulpturen statt. Sehr beliebt sind natürlich auch die Eisbars, die fast jedes Restaurant oder Hotel während dieser Zeit aufbaut.

Leider hatten wir dieses Jahr ein bisschen Pech mit dem Wetter und das mittlere Carnavalswochenende war komplett verregnet. Dafür gab es am letzten Wochenende nochmal prallen Sonnenschein bei
eisigen Temperaturen, sodass Martin und ich auch nochmal die Chance nutzten, mit einem Riesenschlauchboot den Berg runterzufahren, das Schnee-Derby
anzuschauen, und den Hobby-Anglern beim Eis-Fischen zuzuschauen.Jetzt muss ich nur noch das Eishotel besichtigen und den letzten Schneesturm hinter mich bringen, und dann hab ich offiziell meinen ersten Winter in Québec überlebt!!
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